Kameraeinstellungen – die Basics

1st-Picture zeigt Ihnen die Basics beim Thema: “Kameraeinstellungen”.

Sehr viele Menschen leben in dem tiefen Glauben, dass eine große teure Kamera perfekte Bilder macht, und dies noch von ganz allein. Deshalb strömen diese Menschen zu den großen Handelsketten der Unterhaltungselektronik oder durchstöbern das Internet und kaufen sich eine Spiegellose – oder Spiegelreflexkamera. Bereits nach den ersten Bildern kommt aber bereits der Effekt auf, das die Bilder doch nicht so toll sind, denn eine Kamera ist nur so gut, wie der Bediener.

Natürlich haben viele Benutzer Angst vor den ganzen Knöpfen und EInstellmöglichkeiten an solch einer Kamera und bleiben deshalb weit hinter ihren Möglichkeiten zurück, indem sie auf der Vollautomatik bleiben.

Da diese Grundlagen kein Hexenwerk sind, werden wir ihnen hier in unserem Blog einmal das Zusammenspiel der grundlegenden Parameter: ISO (Empfindlichkeit), Blende und Zeit zeigen. Danach werden sie mit Garantie bessere Bilder machen.

Versprochen !

Vollautomatik, Motivprogramme oder alle Werte manuell einstellen?

Jede Kamera bietet ihnen eine große Auswahl von Programmen an. Anfänger und fototechnisch wenig Interessierte setzen dabei häufig auf den Automatikmodus, auf Motiv- und Kreativprogramme. Ernsthafte Fotografen setzen hingegen auf Manuelle Programme und Teilautomatik-Programme.

Vollautomatik-Programme

Diese voreingestellten Programme arbeiten auch nur mit den Parametern Zeit, Blende und Empfindlichkeit. Die Hersteller programmierten dazu spezielle Algorithmen, was das fotografieren zwar bequem und einfach macht, aber die Kontrolle über ein Bild völlig einschränkt. In etlichen Situationen sind die Kameras mit solchen Automatik-Programmen einfach überfordert.

Motivprogramme

Fast alle Motivprogramme sind selbsterklärend und wenn Sie diese mit Bedacht für die jeweilige Situation auswählen, gelingen Ihnen schon technisch bessere Aufnahmen.

Der große Vorteil den die Motivprogramme bieten, ist gleichzeitig auch der größte Nachteil. Wenn Sie sich auf “Fototour” begeben, treffen Sie permanent auf die unterschiedlichsten Motive. Somit müssen Sie theoretisch jedesmal das passende Motivprogramm dazu auswählen. Aus Erfahrung vergessen viele Hobby-Fotografen den nötigen Programmwechsel. Somit werden viele Aufnahmen versehentlich mit unpassenden Einstellungen fotografiert. Zur Folge hat dies, dass die Mehrzahl der Aufnahmen nur von schlechter Qualität sind und somit die meisten Hobby-Fotografen zurück zu den Vollautomatik-Programmen wechseln.

Klassische Kameraprogramme

Zeitautomatik, Blendenautomatik und manuelle Programme setzen erweiterte Kenntnisse über die Wirkung von Belichtungszeit und Blende voraus. Aber Sie bieten dafür dem geübten Fotografen einen gestalterischen Freiraum, diese Einstellungen in der Bildwirkung einzusetzen.

Warum ist die Kontrolle der Kameraeinstellungen so wichtig ?

Einmal angenommen, Sie stehen auf ihrem Betriebsgelände und die letzten Sonnenstrahlen streifen Szenerie. So wollen unbedingt die Situation einfangen, haben sogar ihr Stativ mitgebracht.

Wenn Sie jetzt das Landschaftsprogramm auswählen, wird folgendes passieren. Auf Grund des bereits schwachen Lichtes, wird die Kamera die Blende weit öffnen, um eine Verwacklung auszuschließen. Allerdings kann die Kamera nicht wissen, das ein Stativ vorhanden ist. Somit wird die weit geöffnete Blende den eigentlichen Zweck des Landschaftsprogrammes deutlich verfehlen, denn eigentlich sollte eine komplette Schärfe vom Nahbereich bis zum Hintergrund vorhanden sein.

Was auch passieren kann, das Ihr Landschaftsprogramm zwar die Blende ausreichend schließt und für eine passende Tiefenschärfe sorgt, allerdings die Empfindlichkeit des ISO-Wertes so weit nach oben anhebt, das ein deutliches Bildrauschen zu erkennen ist und die Bildqualität sinkt.

Wir von 1st-Picture empfehlen deshalb besser auf die Zeitautomatik zu setzen. Damit haben Sie eine deutlich bessere Kontrolle über die Einstellungen. Sie geben dabei die passende Blende vor und überlassen der Kamera nur die Wahl über die geeignete Belichtungszeit. Wie erhalten Sie dazu perfekte Aufnahmen ?

  1. Befestigen Sie ihre Kamera auf dem Stativ und wählen Sie den Bildausschnitt.
  2. Stellen Sie einen möglichst niedrigen ISO-Wert ein, Sie steigern damit die Bildqualität.
  3. Wählen Sie eine geeignete Blende z.B. f/8.
  4. Stellen Sie auf mittlerer Entfernung scharf und lösen Sie aus.
  5. Kontrollieren Sie im Display das Bild. Passt die Helligkeitsverteilung? Passt die Schärfenverteilung ?
  6. Passen Sie ggf mit der Belichtungskorrektur und einer anderen Blende das Bild an.

Mit dieser Methode erhalten Sie ein perfekt belichtetes Bild, welches zudem rauschfrei ist und eine hohe Schärfe aufweist. Wenn Sie dann noch im RAW-Format fotografieren, können Sie eine endgültige Feinjustierung am Computer vornehmen.

Belichtungszeit

  • Um sich schnell bewegende Maschinen, Fahrzeuge oder Arbeiter scharf abzubilden, benötigen Sie sehr kurze Belichtungszeiten. Wir von 1st-Picture empfehlen dabei mindestens 1/1000 Sekunde.
  • Um eine Bewegung verwischt darzustellen, benötigen Sie eine relativ lange Belichtungszeit. Mit 1/10 Sekunde verdeutlichen Sie bereits eine Drehbewegung.

Blende-Lichtmenge

Die Blende reguliert die Menge an Licht, welche durch das Objektiv auf den Sensor fällt.

Die Blendenzahl gibt an, wie weit die Blende geschlossen oder geöffnet ist. Dabei gilt:

“Je größer die Zahl z:b. f16, desto geschlossener die Blende, desto weniger Licht kommt hinein”.

“Je kleiner die Zahl z.B. f1.8, desto offener die Blende, umso mehr Licht kommt hinein”.

Blende-Schärfebereich

Die Blende reguliert nicht nur die Lichtmenge, sondern beeinflusst auch die Ausdehnung des Schärfenbereichs.

Wenn Sie die Blende schließen, z.b. f16, wächst der scharfe Bereich vor und hinter der eingestellten Entfernung.

Deshalb empfehlen wir ihnen bei Landschaftsaufnahmen abzublenden, damit das Bild vom Vordergrund bis zum

Hintergrund scharf ist.

Wenn Sie die Blende öffnen, z.B. f2.8, hebt sich ihr Motiv vom Hintergrund ab, welcher dabei unscharf wird.

Wir empfehlen bei Portraits und Nahaufnahmen eine geöffnete Blende z.B. f4

ISO-Wert

Der ISO-Wert bestimmt die Empfindlichkeit des Sensors.

Für scharfe Aufnahmen, benötigen Sie kurze Belichtungszeiten. Gleichzeitig möchten Sie mit einer geschlossenen Blende arbeiten, um möglichst einen großen Schärfebereich zu haben. Also warum nicht einfach den ISO-Wert erhöhen und somit die Empfindlichkeit des Sensors steigern ? Natürlich ist dies möglich, jedoch wird bei höheren ISO-Werten ein Bildrauschen sichtbar. Vorzustellen ist dies als “Sandkorn” auf dem Bild. Dabei wirken Farben matter und viele Details gehen verloren. Wir empfehlen daher immer niedrige ISO-Werte.

Bei Sonnenschein am besten ISO 100.

Bei bedecktem Himmel ISO 200.

Bei Sonnenuntergang ISO 400 – 800.

Bei Dunkelheit maximal ISO 3200.

Das Fazit von 1st-Picture und wie Sie die Grundlagen am Besten umsetzen:

  • Benutzen Sie in erster Linie als Standardprogramm die Zeitautomatik ( AV ) !
  • Sie geben dabei die Blende vor und die Kamera ermittelt automatisch die nötige Belichtungszeit !
  • Wählen Sie den passenden ISO-Wert !
  • Nutzen Sie ein Stativ !

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Ihr 1st-Picture Team