Stativbenutzung
“trockenes Thema, grandiose Wirkung”

1st-Picture zeigt Ihnen die Profitipps für die Stativbenutzung.

Gerade ist geht die Sonne unter gegangen und die Dämmerung bricht an und taucht die Silhouette Ihres Unternehmens in einen märchenhaften Pastellton. Sehr gerne würden Sie die Szenerie in einem Bild festhalten, doch leider ist das Licht schon zu schwach, um aus der Hand zu fotografieren. Alle Aufnahmen die Sie machen werden verwackelt oder unscharf. Das Fotografieren zur “Goldenen Stunde” ist nur eine der vielen fotografischen Situationen, in denen ein Stativ unentbehrlich ist. Wir von 1st-Picture verraten Ihnen, wie Sie mit einem Stativ solche Motive passend einfangen.

Welche Vorteile hat eine Stativbenutzung ?

Sie besitzen ein Stativ !?, doch haben keine Ahnung, wie Sie es passend einsetzten ? Zwar mögen einige Fotografen behaupten, auch ohne Stativ gute Bilder zu machen, doch für Profis ist ein Stativ in gewissen Fällen einen echter Pluspunkt und dient dem Gewinn an der Bildqualität. Natürlich ist das Tragen eines schweren Dreibeins zunächst lästig, doch sind folgende fotografische Situationen mit dem Stativ viel leichter zu bewältigen:

Verwacklungen

Durch ein Stativ können Sie unabhängig von den vorherrschenden Lichtverhältnissen agieren. Für unverwackelte Fotos, welche aus der Hand fotografiert werden, benötigen Sie in der Regel eine Belichtungszeit von 1/Brennweite des Objektivs in Sekunden oder kürzer. Wenn Sie zum Beispiel mit einem 85mm-Objektiv fotografieren, benötigen Sie also mindestens eine Belichtungszeit von 1/85 Sekunde, um eine unverwackelte Aufnahme erzielen zu können.

Bildstabilisierung

Eine Bildstabilisierung im Objektiv kann hilfreich sein, damit unruhige Handbewegungen kompensiert werden, allerdings sind auch damit kaum Belichtungszeiten länger als 1/10 Sekunden möglich.

Kamera-Erschütterungen

Sehr oft benötigen Sie sogar eine deutlich kürzere Aufnahmezeit als es die o.g. Brennweitenregel vorgibt. Wenn Ihre Kamera einen sehr hoch auflösenden Sensor mit 30 oder mehr Megapixeln enthält, kann ein solcher Chip feinste Details darstellen, jedoch nur bei optimalen Aufnahmebedingungen. Kleinste Erschütterungen können bereits dazu führen, dass Verwacklungen in den Aufnahmen zu sehen sind.

Wie machen Sie durch eine Stativbenutzung bessere Fotos ?

Durch ein Stativ allein machen Sie noch keine besseren Fotos. Es erhöht allerdings die Chancen auf bessere Ergebnisse. Wir haben hier die Möglichkeiten einer Stativbenutzung für Sie einmal zusammen gefasst.

  • Bei einer Stativnutzung können Sie Ihre Fotos viel sorgfältiger komponieren. Einfach dadurch, dass Sie die montierte Kamera langsam und stabil schwenken können. Außerdem können Sie sich um technische Dinge wie Belichtungszeit, Blende oder ISO-Zahl kümmern, ohne dabei den passenden Bildausschnitt zu verlieren.
  • Ein schiefer Horizont oder eine schräge Perspektive gehören der Vergangenheit an, wenn Sie mit einem Stativ fotografieren. Die Kamera können Sie ganz exakt ausrichten. Hochwertige Stative bieten dazu eine integrierte Wasserwaage an. Verstellen Sie dazu die Beine und die Mittelsäule so lange, bis sich die Libelle exakt in der Mitte der Wasserwaage befindet. Diese sind meist im Bereich der Mitte mit einem Kreis gekennzeichnet.
  • Die Stativbenutzung ermöglicht Ihnen eine von der Belichtungszeit unabhängigere Arbeit. Sie sind somit in der Lage mit kleineren Blenden zu fotografieren, um mehr Schärfentiefe in die Bilder zu bekommen.
  • Sie haben im Nachgang bei der Nachbearbeitung weniger Arbeit, weil Sie mit einem Stativ deutlich selektiver arbeiten und sich mehr Zeit für die Bildkomposition lassen.
  • Können Sie sich auch für Bilder begeistern, wo der Funkenflug erkennbar ist ? Für solche Bilder benötigen Sie lange Belichtungszeiten von mehreren Sekunden und wären ohne Stativ nicht machbar.
  • Durch eine Stativbenutzung entdecken Sie neue Perspektiven. Große Stative ermöglichen Aufnahmen aus 2 Metern Höhe. Dank abknickbarer Stativbeine und einer umlegbaren Mittelsäule bieten Ihnen Stative die Möglichkeit, aus der Froschperspektive, sprich bodennah zu fotografieren. Ohne auch nur die Kamera auf den Untergrund oder in den Dreck legen zu müssen. Sie schützen somit auch Ihr Equipment vor Schmutz oder Feuchtigkeit.
  • Sie schonen Ihre Gesundheit, speziell Ihren Rücken. Anfänglich mag Ihnen diese Aussage zunächst sehr widersprüchlich erscheinen, denn ein gutes Stativ bringt meist einiges an Gewicht mit. Doch schwere Kameras und lichtstarke Objektive lassen Ihre Hand am Auge gehalten sehr schnell ermüden. Außerdem verkrampfen dabei zusätzlich Arme, Schultern und Rücken. Mit einem hochwertigen Stativ dagegen, lässt sich schweres Equipment fast schwerelos bewegen, ohne dass das gesamte Gewicht ständig auf dem Rücken des Fotografen lastet.

Die Stativbenutzung allein ist aber noch kein Garant für 100% scharfe Bilder. 1st-Picture verrät Ihnen ein paar Tricks, um Unschärfen in Ihren Bildern zu vermeiden:

  • Sie besitzen ein Stativ mit einer Mittelsäule ? Belassen Sie diese möglichst in der Grundstellung. Eine ausgezogene Mittelsäule ist sehr anfällig für Schwingungen und reduzieren die Stabilität des gesamten Stativs.
  • Betätigen Sie nicht den Auslöser der Kamera. Schon beim Druck auf den Auslöseknopf übertragen Sie leichte Schwingungen auf die Kamera, die sich negativ auf die Bildschärfe auswirken können. Bitte verwenden Sie besser einen Fernauslöser dafür. Hochwertige Kameras verfügen über eine Selbstauslösefunktion. Verwenden Sie diese, falls Sie keinen Fernauslöser zur Hand haben.
  • Bei DSLR´s ( Spiegelreflexkameras ) versetzt auch die Bewegung des Spiegels die Kamera in eine Schwingung.Nämlich dann, wenn er vor der Aufnahme hochklappt. Verwenden Sie bei solchen Kameras am besten die Spiegelvorauslösung. Dabei wird der Spiegel zunächst hochgeklappt, ohne dass ein Bild gemacht wird. Erst wenn sich die Kamera wieder stabilisiert hat, löst der Verschluss aus.
  • Beschweren Sie Ihr Stativ mit soviel Ballast wie möglich. Gerade teure, leichte Carbon-Stative bringen sehr wenig Eigenmasse mit und beginnen deshalb bei starkem Wind zu schwingen. Beschweren Sie deshalb in solchen Situationen das Stativ. Sie können dabei die Fototasche daran hängen oder auch einen Einkaufsbeutel mit Steinen oder Wasserflaschen befüllen und es am Stativ befestigen. Einige Stativmodelle bieten für solche Situationen extra einen Haken unten an der Mittelsäule. Dadurch ist das Anbringen von Beschwerungsmaterial leichter.

Für die Langzeitfotografie empfehlen wir zwingend eine Stativbenutzung! Hier haben wir einige Tipps für Sie.

  • Manchmal sind die gegebenen Bedingungen schwierig. Viele Menschen stören ein perfektes Bild. Lassen Sie doch einfach diese Menschen durch eine Langzeitbelichtung “verschwinden”. Sie benötigen dafür nur ein stabiles Stativ und evtl einen starken Graufilter. Durch den ruhigen und festen Stand auf dem Stativ, kann Ihre Kamera sehr lange und gleichmäßig belichten. Personen die sich somit länger in dem Bild aufhalten, erzeugen interessante Bewegungsspuren.
  • Für Werbeaufnahmen sind Bilder extrem wichtig. Doch nicht jede Produktionsstätte ist auch dafür gut geeignet. Oftmals gibt es dunkle Hallen. Nutzen Sie hier einfach Ihr Stativ und belichten etwas länger. So lassen Sie ganz schnell Ihre Produktionsstätte erhellen. Sie erhalten als Nebeneffekt perfekt scharfe Aufnahmen und eine sehr gute Bildqualität. Außerdem können Sie Ihre Lampen als Blendensterne darstellen.

Welches Zubehör ist sinnvoll und kann mit Ihrem Stativ kombiniert werden?

Ein Stativ ermöglicht Ihnen ganz andere Fotos zu machen, die so von Hand nicht möglich wären. Bestimmtes Zubehör kann Ihre Arbeit bei einigen Motiven zusätzlich verbessern.

Fernauslöser

Um möglichst verwacklungsfreie Aufnahmen zu erhalten, sind Fernauslöser ideal. Dabei ist es egal, ob es die günstige Variante als Kabelgebundenes Modell ist oder die komfortable Variante als Drahtloses Modell. Wichtig ist dabei nur, das der Fernauslöser auch zu Ihrer Kamera passt. Zusätzlich empfehlen wir von 1st-Picture jedoch, in eine Variante mit Feststelltaste zu investieren. Dabei können Sie ohne Probleme Belichtungszeiten von mehreren Stunden realisieren, ohne dabei die ganze Zeit den Fernauslöseknopf gedrückt zu halten.

Graufilter

Um Bewegungsunschärfe, zum Beispiel sprühende Schweißfunken oder ziehende Wolken bewusst einzusetzen, benötigen Sie sehr lange Belichtungszeiten. Oftmals werden selbst bei niedrigem ISO-Wert die Aufnahmen zu hell. Mit einem Graufilter können Sie Ihrer Kamera eine “Sonnenbrille” aufsetzen und somit sehr lange belichten. Dabei reduziert der Graufilter einfach die Lichtmenge, die auf den Sensor fällt.

Schnellwechselplatte

Hochwertige Stative sind mit einem Schnellwechselsystem ausgestattet. Dabei wird eine Schnellwechselplatte direkt an die Kamera geschraubt und ermöglicht eine schnelle, problemlose Montage Ihrer Kamera auf dem Stativ. Sollten Sie eine separate Schnellwechselplatte erwerben, achten Sie bitte darauf, dass diese auf Ihren Stativkopf passt.

Das Fazit von 1st-Picture: Mit einem Stativ machen Sie garantiert bessere Bilder!

  • Natürlich ersetzt ein Stativ keinen guten Fotografen ! Jedoch ist es ein wichtiges Werkzeug in der Fotografie.
  • Egal ob Sie in dunklen Räumen fotografieren oder an einem trüben Tag die kurze Belichtungszeit nicht ausreicht: Mit einem Stativ sind die Unabhängig von den Lichtverhältnissen.
  • Mit einem Stativ müssen Sie keinen ISO-Wert erhöhen oder die Blendenzahl anpassen. Sie machen einfach richtig belichtete und scharfe Bilder. Außerdem gelingen viele Bilder erst durch die Stativbenutzung, sei es eine Langzeitbelichtung der Sprühfunken oder die Leuchtspuren vorbei fahrender Autos.

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Ihr 1st-Picture Team